Du hast eine Website, investierst Zeit (und vielleicht auch Geld) in Inhalte oder sogar in professionelles Webdesign, aber der erhoffte Traffic bleibt aus? Das kennen leider viele Unternehmer*innen. Einer der häufigsten Gründe: Es fehlt eine solide Keyword-Recherche im Fundament. Ohne zu wissen, wonach deine Zielgruppe wirklich sucht, schreibst du für die Schublade statt für Google. In diesem Artikel erkläre ich dir Schritt für Schritt, was Keyword-Recherche ist, warum sie für jedes Unternehmen relevant ist, egal ob du gerade dabei bist, einen Onlineshop in Österreich zu erstellen oder deine bestehende Unternehmensseite nach vorne bringen willst und wie du sie richtig umsetzt.
Was sind Keywords?
Keywords sind die Suchbegriffe, die Menschen in eine Suchmaschine wie Google eingeben, um Antworten, Produkte oder Dienstleistungen zu finden.
Wenn jemand „Webdesign Wien“ oder „Kosten Webdesign“ tippt, dann sind das Keywords. Für dich als Unternehmer*in bedeutet das: Wer die richtigen Keywords kennt und gezielt auf seiner Website einsetzt, erhöht die Chance, von genau den Menschen gefunden zu werden, die nach dem suchen, was du anbietest.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Short-Tail-Keywords (kurze, allgemeine Begriffe wie „SEO“) und Longtail-Keywords (längere, spezifischere Suchanfragen wie „SEO selber machen für kleine Unternehmen“). Longtail-Keywords haben oft weniger Suchvolumen, aber deutlich höhere Relevanz und eine bessere Conversion Rate, weil die Suchenden genau wissen, was sie wollen.

Keyword-Recherche: Was ist das und wie macht man es?
Keyword-Recherche ist der Prozess, bei dem du systematisch herausfindest, welche Suchbegriffe deine Zielgruppe verwendet, um Produkte, Dienstleistungen oder Informationen zu finden, die du anbietest.
Es geht dabei nicht nur ums Sammeln von Wörtern, sondern ums Verstehen von Absichten, Bedürfnissen und dem Sprachgebrauch deiner potenziellen Kund*innen.
Eine durchdachte Keyword-Recherche bildet die Grundlage für deine gesamte SEO- Strategie, für deine Inhalte, deine Website-Struktur und sogar für deine Google Ads Kampagnen. Kurz gesagt: Ohne sie tappst du im Dunkeln.
Warum ist die Keyword-Recherche so wichtig?
Stell dir vor, du eröffnest ein Geschäft in einer Seitengasse, die kaum jemand kennt. Genau das passiert online, wenn du die falschen oder gar keine Keywords verwendest. Google rankt Inhalte danach, wie gut sie zur Suchanfrage eines Nutzers passen. Wenn deine Website nicht die richtigen Begriffe enthält, kann Google dich nicht zuordnen und du bleibst unsichtbar.
Besonders für Unternehmen in Österreich, die lokal sichtbar werden wollen (Stichwort: SEO in Wien), ist die Keyword-Recherche das A und O. Nur wer weiß, wie die eigene Zielgruppe sucht, kann auch gefunden werden. Das gilt für eine einfache Unternehmenswebsite genauso wie für einen Onlineshop in Österreich.
Warum lohnt es sich?
Weil organischer Traffic (also Besucher*innen, die über die Google-Suche auf deine Seite kommen) langfristig deutlich kosteneffizienter ist als bezahlte Werbung. Natürlich ergänzen sich SEO und Google Ads ideal, aber das Fundament bleibt die organische Sichtbarkeit. Und die beginnt mit sauberer Keyword-Recherche.
Wer in SEO-optimiertes Webdesign investiert, sollte sicherstellen, dass diese Investition auf Basis echter Daten getroffen wird. Denn schickes Design ist gut. Schickes Design, das auch gefunden wird, ist besser.
Wann ist eine Keyword-Recherche sinnvoll?
Ehrliche Antwort: immer. Aber besonders relevant ist sie in folgenden Situationen:
- Du erstellst eine neue Website oder lässt dir eine erstellen
- Du planst neue Inhalte, Blogartikel oder Landingpages
- Du startest einen Onlineshop in Österreich
- Du möchtest mit Google Ads starten und weißt nicht, welche Keywords du buchen sollst
- Du überarbeitest bestehende Inhalte, die kaum Traffic bringen
- Du willst lokal besser gefunden werden, zum Beispiel für „SEO Wien“ oder „Webdesign Wien“
Arten und Kategorisierung von Keywords
Keywords lassen sich auf verschiedene Arten einteilen. Das hilft dir, eine ausgewogene und strategisch sinnvolle Liste aufzubauen.


Wie lange dauert eine Keyword-Recherche?
Das ist wie die Frage, wie lange eine Wanderung dauert. Kommt drauf an, wie weit du willst. Für eine kleine Unternehmenswebsite mit 5 bis 10 Seiten kann eine solide Recherche ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Für einen Onlineshop mit hunderten Produkten oder eine umfassende SEO-Strategie können es auch mehrere Tage sein.
Wichtig: Keyword-Recherche ist kein einmaliges To-do. Sie sollte regelmäßig wiederholt werden, idealerweise als Teil der laufenden Website-Betreuung. Suchverhalten ändert sich, neue Trends entstehen, Konkurrenz verändert sich. Wer dran bleibt, bleibt sichtbar.
Analyse von Suchvolumen, Konkurrenz & Relevanz
Nicht jedes Keyword ist gleich wertvoll. Du möchtest Keywords, die:
- ausreichend Suchvolumen haben (damit sich der Aufwand lohnt),
- realistische Konkurrenz aufweisen (damit du eine Chance hast zu ranken),
- zur Suchintention deiner Zielgruppe passen (damit der Besuch auch zu einer Handlung führt).
Ein Keyword mit 50.000 monatlichen Suchen klingt toll, aber wenn 20 große internationale Marken um den ersten Platz kämpfen, wirst du dort als kleines Unternehmen aus Wien kaum landen. Fokussiere dich auf Keywords, bei denen du realistisch in die Top 10 kannst.
Anleitung: So klappt die Keyword-Recherche für deine SEO-Strategie
Schritt 1: Erstelle eine Liste mit relevanten Themen für dein Unternehmen
Beginne mit 5 bis 10 Themenbereichen, die dein Unternehmen abdeckt. Diese nennt man auch „Topic Buckets“. Bist du ein Webdesigner aus Wien? Deine Topic Buckets könnten sein: Website erstellen, SEO, Google Ads, Website Wartung, Onlineshop erstellen. Diese übergeordneten Themen bilden das Gerüst für alles Weitere.
Schritt 2: Bestimme die Suchintention deiner Kund*innen
Die Suchintention ist der Grund, warum jemand etwas googelt. Sucht die Person nach Information („Was ist SEO?“), nach einer konkreten Website („Google Search Console“), nach einem Vergleich („Kosten Webdesign Wien“) oder mit Kaufabsicht („professionelles Webdesign beauftragen“)? Je besser dein Inhalt zur Intention passt, desto besser wird Google ihn ranken.
Schritt 3: Finde passende Keyword-Ideen für deine Topic Buckets
Jetzt wird es konkret. Brainstorme für jeden Themenbereich mögliche Suchanfragen. Denk dabei aus der Perspektive deiner Kund*innen: Was tippen sie ein, wenn sie ein Problem haben, das du lösen kannst? Notiere alles, ohne sofort zu filtern. Die Bewertung kommt später.
Schritt 4: Analysiere deine eigene Website mit Tools
Bevor du neue Keywords jagst, schau dir an, für welche Begriffe du bereits rankst. Die Google Search Console zeigt dir kostenfrei, bei welchen Suchanfragen du in den Ergebnissen erscheinst und wie oft darauf geklickt wird. Das ist eine Fundgrube für bereits vorhandenes Potenzial. Weitere hilfreiche Tools sind Ubersuggest, Ahrefs, Semrush oder auch HubSpot.
Schritt 5: Recherchiere verwandte Suchbegriffe
Verwandte Begriffe und Synonyme helfen dir, Keyword-Stuffing zu vermeiden und trotzdem thematische Tiefe zu zeigen. Wenn dein Hauptbegriff „Keyword- Recherche“ ist, dann sind verwandte Begriffe: Suchbegriff-Analyse, SEO-Keywords, Suchvolumen, Longtail-Keywords. Google erkennt thematische Zusammenhänge und belohnt semantisch reichhaltige Inhalte.
Schritt 6: Sammle eine gute Mischung aus Short-Tail- und Longtail- Keywords
Eine gesunde Keyword-Strategie kombiniert verschiedene Keyword-Typen. Short- Tail-Keywords bauen Reichweite auf, Longtail-Keywords bringen gezielten Traffic mit höherer Kaufabsicht. Plane für jede Seite oder jeden Artikel ein Haupt-Keyword und 3 bis 5 Unterstützungs-Keywords.
Schritt 7: Finde heraus, wie deine Konkurrenz rankt
Schau dir an, für welche Keywords deine Mitbewerber*innen gut platziert sind. Tools wie Ahrefs, Semrush oder der kostenlose Ubersuggest zeigen dir, welche Keywords für konkurrierende Websites Traffic bringen. Das gibt dir wertvolle Hinweise darauf, welche Themen in deiner Branche gefragt sind und wo du noch eine Lücke füllen kannst.
Schritt 8: Nutze den Keyword-Planer von Google Ads
Der Google Ads Keyword-Planer ist nicht nur für Werbekampagnen nützlich, er ist auch ein exzellentes Werkzeug für die organische Keyword-Recherche. Er zeigt dir Suchvolumen, Wettbewerb und verwandte Begriffe direkt aus der Google- Datenbank. Um ihn nutzen zu können, brauchst du ein Google Ads Konto (kostenlos zu erstellen, du musst keine Kampagne schalten).
Kostenlose und kostenpflichtige Tools für die Keyword- Recherche
Tools zur Analyse deiner eigenen Website
Wenn du verstehen willst, wie deine Website aktuell performt, führst du kein Weg an der Google Search Console vorbei. Sie ist kostenlos, direkt von Google und zeigt dir Impressionen, Klicks und deine durchschnittliche Position für verschiedene Suchanfragen. Ergänzend dazu liefert Google Analytics wertvolle Einblicke, welche Seiten deiner Website am besten performen.
Allgemeine Tools für die Keyword-Recherche
Hier ein Überblick der gängigsten Optionen:

Für den Start empfehle ich: Google Search Console, Google Keyword Planer und Ubersuggest. Das reicht für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen vollkommen aus. Und das Beste daran: Es kostet nichts.
Experten-Tipps für deine Keyword-Recherche
- Denke in Themen, nicht in Keywords: Google versteht Zusammenhänge. Schreib nicht 20 Artikel über dasselbe Thema mit leicht veränderten Keywords, sondern erstelle einen richtig guten Artikel, der das Thema umfassend behandelt.
- Lokale Keywords nicht vergessen: Gerade in Österreich und Wien ist die lokale Suche extrem wichtig. „Webdesign Wien“, „SEO in Wien“ oder „Onlineshop erstellen Österreich“ können entscheidend für deine Sichtbarkeit sein.
- Deine Kund*innen sind deine beste Quelle: Was sagen sie in E-Mails? Was fragen sie bei Erstgesprächen? Diese Formulierungen sind oft bessere Keywords als alle Tool-Vorschläge.
- Keyword-Recherche und Website-Struktur gehören zusammen: Plane deine Keyword-Strategie bereits bei der Website-Erstellung. Eine spätere Umstrukturierung kostet deutlich mehr Zeit und Geld.
- Warte nicht auf perfekte Daten: Fang an. Eine gute Keyword-Recherche heute ist besser als eine perfekte, die nie fertig wird.
Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche
1. Sich ausschließlich am Suchvolumen orientieren
Ein hohes Suchvolumen klingt verführerisch, aber ein Keyword mit 50.000 monatlichen Suchen nützt dir nichts, wenn du dort nie auf Seite 1 landen wirst. Relevanz und Erreichbarkeit gehen vor Suchvolumen.
Besser 200 qualifizierte Besucher*innen pro Monat als 50.000, von denen niemand dein Angebot kauft.
2. Die Suchintention nicht hinterfragen
Wer einen Artikel für das Keyword „Kosten Webdesign“ schreibt, ohne zu überlegen, was hinter dieser Suche steckt, verschenkt Potenzial. Die Person will Preise vergleichen, eine Entscheidung treffen. Dein Inhalt sollte genau darauf eingehen und idealerweise auch dein Angebot in einen relevanten Kontext setzen.
3. Konkurrenz-Keywords ungeprüft übernehmen
Nur weil deine Mitbewerber*innen ein bestimmtes Keyword in den Top 3 haben, heißt das nicht, dass du dort auch ranken kannst oder solltest. Prüfe, ob das Keyword zu deiner Zielgruppe und deinem Angebot passt und ob du realistisch eine Chance hast.
4. Die Suchergebnisse nicht genau prüfen
Schaue dir immer die tatsächliche Google-Suchergebnisseite für dein Keyword an. Welche Art von Inhalten rankt dort? Blogartikel, Shop-Seiten, Verzeichnisse? Das gibt dir wertvolle Hinweise, welches Format Google für dieses Keyword bevorzugt. Wenn alle Top-Ergebnisse Vergleichsartikel sind, wird eine Produktseite dort kaum ranken, egal wie gut sie optimiert ist.
Fazit
Keyword-Recherche ist keine optionale Kür, sondern das Fundament jeder erfolgreichen Online-Strategie. Egal ob du eine neue Website launchen, deinen bestehenden Content verbessern oder eine Google Ads Kampagne aufsetzen möchtest: Ohne zu wissen, wonach deine Zielgruppe sucht, schießst du mit verbundenen Augen.
Fang mit den kostenlosen Tools an (Google Search Console, Google Keyword Planer), baue deine erste Keyword-Liste auf und denke dabei immer an die Suchintention hinter jedem Begriff. Und wenn du das Ganze lieber mit professioneller Unterstützung angehst, bin ich gerne deine Ansprechpartnerin für SEO in Wien und darüber hinaus.
Wenn du noch tiefer einsteigen möchtest: Die Punkte zum Thema Arten von Keywords und die Anleitung zur Keyword-Recherche weiter oben sind besonders hilfreich, um deine ersten konkreten Schritte zu planen.
FAQ
Wie sucht man Keywords bei Google?
Das Suchen von Keywords bei Google ist einfacher als viele denken. Google Suggest ist ein kostenloses, direktes Tool: Tippe einen Begriff in die Google- Suchleiste und schau dir die Autocomplete-Vorschläge an, das sind echte Suchanfragen anderer Nutzer*innen.
Scrolle außerdem auf der Suchergebnisseite nach unten: Dort findest du unter „Verwandte Suchanfragen“ weitere wertvolle Keyword-Ideen. Für eine tiefere Analyse empfiehlt sich zusätzlich der Google Keyword Planer, der dir Suchvolumen und Wettbewerbsdaten direkt aus dem Google-System liefert.
Kann ich ChatGPT für die Keyword-Recherche nutzen?
ChatGPT ist ein nützliches Hilfsmittel für das erste Brainstorming von Keyword- Ideen. ChatGPT ist jedoch kein SEO-Tool und liefert keine echten Daten zu Suchvolumen oder Konkurrenz.
Es kann dir helfen, verschiedene Formulierungen und verwandte Begriffe zu einem Thema zu sammeln, diese Ideen müssen aber anschließend unbedingt mit echten Tools wie der Google Search Console oder dem Keyword Planer validiert werden.
Als Einstieg oder Ergänzung: ja. Als alleinige Grundlage für deine SEO-Strategie: nein.
Hat Google ein Keyword-Research-Tool
Ja, Google bietet mit dem Google Keyword Planer ein eigenes Keyword-Research- Tool an.
Der Google Keyword Planer ist ein kostenloses Tool innerhalb von Google Ads und liefert Daten zu Suchvolumen, Wettbewerb und Keyword-Ideen direkt aus der Google-Datenbank.
Für die Nutzung benötigst du lediglich ein Google Ads Konto, du musst jedoch keine Werbekampagne schalten oder Geld ausgeben, um das Tool zu verwenden.
Wie sucht man benutzte Keywords?
Um herauszufinden, für welche Keywords deine eigene Website bereits rankt, ist die Google Search Console dein wichtigstes Werkzeug. Die Google Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google, der dir zeigt, bei welchen Suchanfragen deine Seite in den Ergebnissen erscheint, wie häufig sie geklickt wird und auf welcher Position sie im Durchschnitt rankt.
Für die Analyse der Keywords deiner Mitbewerber*innen eignen sich kostenpflichtige Tools wie Ahrefs oder Semrush sowie die kostenlose Version von Ubersuggest.



